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Kunsttherapie und kreative Psychotherapie
Was ist Kunsttherapie? Und was ist die nonverbale Psychotherapie?
«Wenn Worte fehlen, sprechen Bilder» (Gertraud Schottenloher)

Kunsttherapie ist eine Begleitform, welche den schöpferischen Prozess und den kreativen Ausdruck als Modalität verwendet.
Im Rahmen eines psychotherapeutischen Ansatzes werden das schöpferische Tun und das gestaltete Objekt als Sprache betrachtet und genutzt – ähnlich dem gesprochenen Wort.
Ich habe mich zunächst als klinische Mal- und Prozessorientierte Kunsttherapeutin ausgebildet und diplomiert (5-jähriger Studiengang auf HF-Niveau).
Dabei habe ich mich in der Fachrichtung «Visuelles und Plastisches Gestalten» spezialisiert (z.B. Malen, Zeichnen, Collage, Modellieren mit Ton, Lehm, Speckstein u.ä. sowie Arbeit an inneren Bildern wie Imaginationen, Träumen, usw.).
Diese Techniken und Ausdrucksformen dienen als (Ersatz)Sprache und als Ergänzung der verbalen (wörtlichen) Kommunikation und werden als Hilfsmittel im Rahmen einer psychotherapeutischen Begleitung verwendet.
Mein Ansatz ist psychodynamisch, phänomenologisch und systemisch. Auch lasse ich einige Konzepte aus der Gestalttherapie, die Prinzipien der Jungschen Psychotherapie (Archetypen, Symbolik und kollektives Unbewusstes) sowie die Persönlichkeitsmodelle von E. Eriksson in meine Sitzungen einfliessen.
Sollten Sie mit diesen Begriffen und Konzepten nicht vertraut sein, ist dies kein Grund zur Sorge – wichtig und zentral für Sie ist zu wissen, dass meine Arbeitsweise sich vollkommen nach Ihren Bedürfnissen richtet.
Konkret werden wir an Ihrer Vergangenheit, an Ihrem Familiensystem (wenn nötig) und insbesondere an Ihrer Gegenwart arbeiten: Empfindungen, Gedanken und Verhalten. Dies durch verschiedene Ansätze und Techniken, damit Sie den Schlüssel zu Ihrem Wohlbefinden finden können.

Die Techniken
Hier einige (die häufigsten) Ausdruckstechniken, die uns zur Verfügung stehen:
- Malen
- Zeichnen (inkl. Kritzeln)
- Collage
- Modellieren
-
Bilder und entsprechende Gefühle / Emotionen aus Ihren Träumen oder aus Imaginationen
-
Darstellungen von Lebenssituationen mittels Gegenstände (es können auch ganz herkömmliche Objekte oder Dinge sein, die sich gerade auf Ihrem Tisch, in Ihrer Wohnung oder draussen in der Natur befinden)
An sich kann jeder Gegenstand, jedes Wort oder jede Farbe als Symbol für unsere Gefühle, Gedanken und Lebenssituation stehen. Daher können Sie bei Bedarf und falls erwünscht auch unzählige weitere Ausdrucksmittel benutzen, um an Ihr Ziel zu gelangen.

Wie wirkt die Kunsttherapie bzw. die nonverbale Psychotherapie?
«Veränderungen am gestalteten Objekt ermöglichen und widerspiegeln Veränderungen am eigenen Leben»
Das Ziel der Kunsttherapie und der nonverbalen Psychotherapie ist es, Ihre Ressourcen voll zu aktivieren und stärken, und deren Selbstregulierungskräfte auf intellektueller, emotionaler, körperlicher und sozialer Ebene zu fördern.
Diese Therapieformen unterstützen zudem die sensorische Wahrnehmung und damit den Kontakt zu Ihren Körper.
Diese beiden Ausdrucksformen unterstützen die Entwicklung und das Entwerfen von kreativen Lösungen, um Ihre innere und äussere Welt auf eine angemessenere Art zu verändern
Kunsttherapie und nonverbale Psychotherapie ermöglichen Ihnen darüber hinaus, Ihre emotionelle Autonomie zu stärken und den Prozess der persönlichen Entwicklung zu fördern.
Ausserdem schaffen sie eine Verbindung zwischen der therapeutischen Erfahrung und dem Alltag: Was Sie während der Sitzungen erleben und/oder simulieren kann sich also in Ihre Alltagsrealität umschlagen.

«Was, wenn ich im Malen / Zeichnen vüllig unbegabt bin?»
Diese Frage wird häufig gestellt, und ich möchte Sie hierzu beruhigen.
Zunächst mal ist es wichtig zu erwähnen, dass es hier nicht darum geht, eine Leistung zu erbringen.
Es geht stattdessen um Ihr Empfinden und um Ihre Gefühle sowie darum, Ihrem Selbst Ausdruck zu verleihen und eine Erfahrung zu machen – und was diese für Sie bedeutet.
In unserer Zusammenarbeit wird der Akzent also aufs SEIN gesetzt, nicht aufs TUN.
Demzufolge brauchen Sie keinerlei künstlerische Vorkenntnisse zu haben: Jeder Gegenstand, jede Farbe, jeder Ton und jede Bewegung ist richtig, wenn diese(r) ein Ausdruck Ihrer Persönlichkeit bzw. Ihrer (emotionalen) Situation ist.
Nur Sie wissen, ob das was Sie ausdrücken für Sie stimmig ist!
In diesem Sinne kann also alles als Ausdrucksmittel dienen. Falls Sie aber bereits über Vorkenntnisse in nonverbalem Ausdruck verfügen, können sie diese selbstverständlich integreren - falls Sie es sich wünschen.
